Nationalteam

Nationalteam (39)

Die Sensation ist geschafft! Das österreichische Rollstuhlbasketball-Nationalteam des Österreichischen Behindertensportverbandes (ÖBSV) feierte bei der B-EM in Charleroi, Belgien (18.-23. Juni), nach einem erfolgreichen Auftakt - 78:72 gegen den favorisierten Gastgeber Belgien - sowohl gegen Russland mit 50:41, gegen Lettland mit 61:44 sowie gegen Schweden mit 58:53 drei weitere Siege. Das Team Austria konnte somit die Gruppe A für sich entscheiden. Im Halbfinale spielte das österreichische Rollstuhlbasketball-Nationalteam gegen Litauen um den Einzug in das Finale. Mit einem ungefährdeten 60:50-Sieg schaffte man den Aufstieg in die Division A. 5 Spiele, 5 Siege und somit der wohlverdiente Aufstieg! Einziger Wermuts-Tropfen: Im Finale der B-EM musste man sich Russland mit 49:59 geschlagen geben, durfte aber mit dem zweiten Platz auf eine sehr erfolgreiche Woche zurückblicken. Zwei unserer Nationalteam-Stars wurden verdientermaßen auch in das Allstar-Team der Europameisterschaft Division B gewählt: Andreas Kraft und Mehmet Hayirli. Herzliche Gratulation dazu!

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel sichert sich Österreich vorzeitig den Gruppensieg bei der ECMB in Belgien. In einem spannenden Spiel besiegt Team Austria stark aufspielende Letten mit 61:44 (29:19), gleichzeitig verliert Schweden gegen den Gastgeber Belgien und besiegelt damit den Gruppensieg der Österreicher vor dem letzten Gruppenspiel. Schweden ist am Donnerstag um 16:00 der letzte Vorrundengegner des Team Austria, bevor man am Freitag im Halbfinale auf den Verlierer der Partie Bosnien gegen Litauen trifft.

Das österreichische Rollstuhlbasketball-Nationalteam feiert bei der B-EM in Charleroi, Belgien (18.-23. Juni) einen erfolgreichen Auftakt und besiegt in einem hochklassigen und bis zum Ende spannenden Auftaktspiel die favorisierten Gastgeber mit 78:72. Herausragend dabei waren insbesondere die Leistungen von US-Legionär Andreas Kraft mit 36 Punkten, 10 Rebounds und 17 gezogenen Fouls sowie von Hayirli mit 20 Punkten. Am 19.06. geht es um 16:00 gegen Russland, der Link zum Livestream ist unter www.ecmb2018.eu zu finden.

Zufrieden zeigte sich das österreichische Coaching-Gespann Andreas Zankl und Malik Abes nach dem Nations Cup Otto Bock in der Wiener Hopsagasse am 12. und 13. Mai. Neben zwei knappen Siegen über B-EM-Gegner Lettland verzeichnete das Team Austria im ersten Spiel gegen Israel – immerhin 8. der letzten A-EM – einen überraschenden 57:47-Erfolg. Lediglich im letzten Match fehlten die entscheidenden Kraftreserven, Israel konnte sich mit 59:41 revanchieren.
„Ich denke, in Spielen wie gegen Lettland müssen wir konsequenter in unserer Konzentration werden – das würde uns das eine oder andere Zittern gegen Ende ersparen“, so Kapitän Matthias Wastian. „Besonders freut mich, dass wir mehrere unterschiedliche Lineups spielen konnten, die allesamt gut funktioniert haben. Das ist auch im Hinblick auf eine erfolgreiche B-EM in Charleroi (BEL, 18.-23. Juni) von enormer Wichtigkeit.“

Austria – Latvia 56:54 OT (49:49; 24:28)
Beim ersten Vorbereitungsspiel im Hinblick auf die Europameisterschaft im Juni traf das Team Austria beim Nations Cup Otto Bock auf die Gäste aus Lettland. Für die Österreicher begannen Hager, Hayirli, Dogan, Wastian, und Ellmauer. Das erste Viertel war sehr ausgeglichen, auf Seiten der Österreicher waren es immer wieder Hager und Hayirli, welche die gegnerische Verteidigung durchbrachen und scoren konnten. Trotzdem ging das erste Viertel mit einem kleinen Vorsprung von 4 Punkten (12:16)  an die Letten.
Im zweiten und dritten Abschnitt änderte sich am Spielgeschehen nicht viel und die Letten konnten ihren Vorsprung verdoppeln – somit ging es mit einem 8-Punkte-Rückstand für die Österreicher in das letzte Viertel. Mit noch vier verbleibenden Minuten auf der Spieluhr schien das Spiel bereits entschieden, denn die Letten konnten einen komfortablen 12-Punkte-Vorsprung auf ihrem Konto verbuchen. Doch die Spieler des Team Austria ließen ihre Köpfe nicht hängen und kämpften sich mit einem 12-0-Run und einer sehr effizienten Full Court Press in die Overtime: Nach 40 Minuten zeigte die Anzeigetafel einen Punktestand von 49 zu 49.
Beflügelt von den letzten Minuten der regulären Spielzeit starteten die Österreicher besser in die Overtime und konnten sich zum Schluss mit einem knappen Vorsprung von 2 Punkten über den 56:54-Sieg freuen.
Hayirli 15 (8 Rebounds, 4 Steals), Hager 12 (9 Rebounds), Wastian 10 (7 Assists), Höglinger 7 (6 Steals), Dogan 6 (5 Assists) Penz 4, Hochenburger 2, Ellmauer bzw. Lasmans 14, Turks 12, Beginskis 10, Gabranovs 8, Berzins, Podnieks je 4, Urga 2 (8 Rebounds), Kirillovs
Latvia – Israel 50:59
Im zweiten Spiel an diesem Tag trafen die beiden Gäste aus Lettland und Israel aufeinander. Die Israelis starteten fulminant in ihr erstes Spiel und hatten mit Ende des dritten  Viertels einen Vorsprung von 21 Punkten auf ihrem Konto. Im letzten Viertel kämpften sich die Letten wieder heran und konnten das Spiel noch einmal spannend machen. Die Aufholjagd der Letten hatte aber letztlich zu spät begonnen und somit konnte sich das Team aus Israel mit 59:50 durchsetzen.

Israel – Austria 47:57 (17:24)
Beflügelt von ihrem ersten Sieg gegen die Letten begannen die Österreicher sehr engagiert und konzentriert und erspielten sich auch dank des bestens aufgelegten Debütanten Andreas Steiner, der in diesem Match auf starke 8 Punkte und 9 Rebounds kommen sollte, einen Vorsprung von 10 Punkten im ersten Viertel. Den am Stuhl sehr aggressiven Shabo hatte man gut im Griff und ließ im ersten Abschnitt gerade einmal 8 Punkte der klar favorisierten Israelis zu. Im zweiten Viertel fanden die Israelis dann besser in ihr Spiel, jedoch haderten sie in diesem körperbetont geführten Spiel immer wieder mit den Schiedsrichterentscheidungen. Trotzdem konnte das Team aus Israel den Rückstand auf 7 Punkte reduzieren und es ging mit einem 17-24 für das Team Austria in die Halbzeitpause.
Nach Seitenwechsel konnte das Team aus Österreich die Israelis, die Shabo schon im dritten Abschnitt durch sein fünftes Foul verloren, weiter auf Abstand halten und feierte mit 47:57 seinen zweiten verdienten Sieg an diesem Tag. Überzeugend agierte Österreich in dieser Partie nicht nur an den Brettern (38:29), sondern insbesondere auch aus der Halbdistanz durch Hayirli, Dogan und Wastian, die von dort insgesamt 11 Mal erfolgreich waren.
Dor Onn 14 (8 Rebounds, 7 Assists), Sason 10, Vigoda 7, Naimark, Shabo je 5, Zalzman 4, Ibrahim 2, Bentolila, Menachem, Yatzkan bzw. Hayirli 17 (10 Rebounds), Dogan 13, Wastian 12 (5 Assists), Steiner 8 (9 Rebounds), Hochenburger 4, Edler 3, Ellmauer, Hager, Höglinger, Kontsch, Penz

Latvia – Austria 61:62 (28:33)
Wie schon im ersten Aufeinandertreffen tags zuvor setzte Lettland das erste Ausrufezeichen. Angeführt vom bärenstarken Spielertrainer Beginskis gingen die Balten mit 9:4 (4. Minute) in Front, woraufhin Österreich die Timeout-Notbremse zog. Viel besser wurde das Spiel der Heimischen vorerst nicht (13:6, 6.), aber schließlich gelang es Hayirli, Wastian und Co. doch noch den Intensitätshebel umzuschalten und deutlich besseren Basketball zu zeigen: Hayirlis Dreipunktespiel war wichtig für die Moral, durch Wastians Dreier kurz vor der ersten kurzen Pause holte sich das Team Austria die erstmalige Führung (17:20). Nach einem weiteren Treffer von Downtown sowie jene von Edler und Hayirli zum 20:29 schienen die Spieler von Zankl und Abes die Kontrolle über das Spiel erlangt zu haben. Kleinere Unkonzentriertheiten im österreichischen Spiel bedingten allerdings, dass beim 28:33 zum Seitenwechsel noch alles offen war.
Direkt nach Seitenwechsel wirkte das Team Austria frischer, zog in souveräner Weise auf 29:41 davon. Doch wie am Tag zuvor die Österreicher gaben auch die Letten das Spiel nicht frühzeitig auf. Beginskis verkürzte auf 45:47 (32.), Hayirli, Höglinger und Hochenburger hatten aber mit einem 8:0-Run die passende Antwort parat. Die Presse der Letten funktionierte nun erstaunlich gut, das Team Austria hatte im Spielaufbau wie in der Defense jetzt gröbere Probleme. Bei den Letten traf nun auch der zuvor blasse Gabranovs, und plötzlich verkürzte Turks zu Beginn der letzten Spielminute auf 59:61. Penz traf einmal von der Freiwurflinie, Gabranovs verkürzte abermals aus der Distanz. Höglinger blieb von der Linie ohne Treffer, und Lettland hatte noch die Chance auf den Wurf zum Sieg: Lasmans Pass nach dem Timeout landete aber in den Händen von Österreichs Topscorer Hayirli, der den 61:62-Erfolg sicher festhielt.
Beginskis 23 (9 Rebounds), Turks 15 (8 Rebounds), Lasmans 7, Gabranovs, Urga je 6, Kirillovs, Podnieks je 2 bzw. Hayirli 24, Wastian 14 (2 Dreier, 5 Assists), Dogan 10 (8 Rebounds, 7 Assists), Hager 6, Höglinger 4, Edler 2, Hochenburger, Penz je 1, Ellmauer, Steiner
Israel – Latvia 62:32 (35:18)
Lettland, noch müde vom heißen Kampf gegen Österreich zuvor, tat sich in diesem Spiel von Beginn an schwer, zumal Beginskis diesmal ausschließlich als Coach agierte. Spätestens beim Treffer zum 29:12  in Minute 16 durch den Hamburger Asael Shabo, den überragenden Mann der ersten Halbzeit, war die Vorentscheidung zugunsten des Favoritens Israel gefallen, der sich schlussendlich klar mit 62:32 durchsetzte.

Austria – Israel 41:59 (20:35)
Im letzten Aufeinandertreffen des Nations Cup Otto Bock rollte Österreich mit Hager, Hayirli, Dogan, Wastian und Ellmauer auf, Israel startete mit Dor Onn, Shabo, Sason, Yatzkan und Bentolila. Die ersten Spielminuten waren auf beiden Seiten durch konsequente Verteidigungsarbeit geprägt, nach 6 Minuten sahen die Zuseher ein 6:6 auf dem Scoreboard: Ellmauer hatte für Österreich ausgeglichen. Danach folgte ein 8:0-Lauf durch Shabo, der heute nach der schwachen Leistung vom Vortag gegen das Team Austria einiges gutmachen wollte. Die Österreicher wirkten müde, und zwar sowohl am Stuhl als auch im Kopf. In Hälfte 1 war es vor allem Hayirlis 10 Punkten zu verdanken, dass die Partie noch nicht sehr früh vollständig gelaufen war. Dor Onn vollendete per Dreier allerdings einen für die Spieler von Andreas Zankl sehr bitteren zweiten Spielabschnitt, der mit 19:8 klar an Israel ging und in dem den Österreichern weder in der Defense noch im Abschluss wirklich Nennenswertes gelang.
Nach Seitenwechsel agierten die beiden Teams wieder auf Augenhöhe, doch neben den 14 Punkten durch Kapitän Wastian tat sich scoringmäßig in der zweiten Halbzeit einfach zu wenig, um den Gegner nochmals ernsthaft zu gefährden. Dem überzeugenden Dor Onn war es vorbehalten auch in der zweiten Hälfte den Schlusspunkt aus Downtown zu setzen und seinem Team gemeinsam mit Topscorer Shabo die Revanche gegen Österreich zu ermöglichen.
Wastian 16, Hayirli 12, Dogan 7 (10 Rebounds), Ellmauer, Hager, Hochenburger je 2, Edler, Höglinger, Kontsch, Penz, Steiner bzw. Shabo 29, Dor Onn 16 (2 Dreier, 14 Rebounds, 7 Assists), Sason 10, Bentolila, Naimark je 2, Ibrahim, Menachem, Yatzkan, Zalzman

Punkte Österreich gesamt:
Hayirli 68
Wastian 52
Dogan 36
Hager 20
Höglinger 11
Hochenburger 9
Steiner 8
Edler 5
Penz 5
Ellmauer 2
Kontsch

Das Team Austria - die österreichische Nationalmannschaft bestritt am Wochenende im Happyland Klosterneuburg drei Trainingsspiele gegen das Nationalteam aus der Schweiz und Tschechien. Leider wurden alle drei Spiele verloren. Dass der Abstand teilweise so groß war, lag vor allem daran, dass nicht der gesamte Kader zur Verfügung stand. Nun geht es für das Team Austria in die verdiente Sommerpause. Jetzt heisst es erstmal ausruhen, Kräfte sammeln und ab Herbst auf die ECMB 2018 vorbereiten.

Ergebnisse vom Wochenende:
AUT 39 : 82 SUI
SUI 76 : 51 CZE
AUT 59 : 70 CZE
AUT 49 : 76 SUI

Am 24.9. gastierte das Team Austria B beim 3-gegen-3-Turnier in München.
Neben Rollstuhlbasketball wurde gleichzeitig auch ein 3-gegen-3-Fußgänger-Basketball-Turnier bestritten, um somit die Inklusion zu forcieren.
Die Spieler vom österreichischen Rollstuhlbasketball-Nationalteam kamen überwiegend von den Flink Stones (EDLER, PENZ, KONTSCH und LACKNER); sie wurden durch den Kärntner SCHASCHL, der bei den Carinthian Broncos sowie beim RSV-Salzburg 1 auf Korbjagd geht, unterstützt.
Die Spiele im Grunddurchgang konnten alle klar gewonnen werden, wobei sich schon ein harter Gegner herausgefiltert hatte: Nach der gewonnenen Vorrunde hieß das Duell Team Austria B vs. Street Iguanas aus München.
Ein spannendes Spiel war vorherzusagen und nach den 2x7 Minuten hieß es Einstand, letztlich konnten sich die Iguanas dann durchsetzen.
Am Ende schaute somit für das als starke Mannschaft agierende Team Austria B der zweite Platz heraus sowie der Gewinn des Freiwurfcontests.

Auch dieses Jahr war ein kleines Team des Austria B-Kaders beim Praschberger Cup vertreten. Aufgrund kurzfristiger Absagen war man mit einer 5-Mann „Rumpftruppe“, bestehend aus Lackner, Dogan, Penz, Kontsch und Hayirli, der auch als Coach fungierte, angereist.
Das vom RSCTU Tirol organisierte Turnier fand am 17.09.2016 in Wörgl statt und wurde unter sechs Teams in zwei 3-er Gruppen ausgetragen.
Unser Team startete in Gruppe B ins Turnier, wo man neben den RBB Iguanas aus München auch auf den RSV Salzburg traf. In einem verkürzten Spielmodus – 4 x 7min, durchlaufende Spieluhr – startete man gegen die Iguanas. Das ausgeglichene Spiel entschied sich erst in der Schlussphase zu Gunsten der Münchner, die sich mit 30:25 durchsetzten. Somit ging es im zweiten und letzten Gruppenspiel gegen Salzburg, die ihrerseits auch gegen München verloren, um den zweiten Gruppenplatz, sowie die damit verbundene Teilnahme im Halbfinale. Das spannend geführte Spiel, in dem die Führung ständig wechselte, konnte unser Team knapp mit 38:36 für sich entscheiden.

Das österr. Rollstuhlbasketball-Nationalteam hat bei der B-EM in Sarajevo am Ende den 7. Finalrang erreicht. Coach Andreas Zankl und Kapitän Matthias Wastian weinen natürlich der vergebenen Chance nach, die auch wie bei der EM 2014 schon ganz nah war.
"Andreas Kraft hat uns als schneller Spieler und ob seiner Größe natürlich sehr gefehlt." so Coach Zankl. Andy verweilte noch in den USA, um sein Studium fertig zu machen. Und Wastian ergänzt: "Verliert man das Auftaktspiel nicht, spielt man um den Gruppensieg mit. So hat es am Ende nur zu Platz 4 in der Gruppe gereicht. Litauen hat eindrucksvoll bewiesen, was hier möglich war. Sie haben noch gegen Österreich verloren und danach sind sie im Verlauf des Turnieres immer stärker geworden. Sieg gegen Bosnien, Kreuzspiel gegen Russland gewonnen und damit den Aufstieg in die Division A perfekt gemacht. Gratulation!"

Eine klare Angelegenheit war für das Team Austria das Kreuzspiel bei der B-EM gegen Irland. Nach anfänglichem Abtasten haben die Österreicher mit zunehmdem Spielverlauf zu ihren Stärken gefunden und damit einen klaren 71:38 Sieg erreicht. Jetzt geht es morgen danach, Schadensbegrenzung zu betreiben und den Slowenen im Spiel um den siebenten Platz den Kampf anzusagen. Slowenien selbst siegte durch zwei erfolgreiche Freiwürfe erst knapp vor Schluss mit 60:59 gegen Portugal.

Die Österreicher können bei der EM Division B zwar den zweiten Sieg gegen Portugal feiern, die Schützenhilfe von Gastgeber Bosnien bleibt jedoch aus. Bosnien verliert das Spiel gegen Litauen mit 53:59, die sich damit auch den Gruppensieg holen. Dadurch rutscht das Team Austria in der Tabelle auf den vierten Rang ab und spielt morgen im Kreuzspiel gegen den Gruppenletzten der Gruppe B, nämlich Irland.

 

Das österreichische Rollstuhlbasketball-Nationalteam fährt zu Beginn des Spiels gegen Gastgeber Bosnien-Herzegowina einem großen Rückstand hinterher, den sie aufopferungsvoll im dritten Viertel wieder wettmachen - jedoch ohne Belohnung.

Coach Zankl schickte Hayirli, Höglinger, Edler, Riedl und Wastian aufs Feld. Die Bosnier waren von Beginn an das klar bessere Team und sahen sich überforderten Österreichern gegenüber. Die Chancen, die ihnen geboten wurden, waren gering - und diese auch noch zum Ablauf der Shot-Clock. Bosnien hingegen war immer schnell im Angriff mit einem freien Mann unter dem Korb und führte bereits nach 2 Minuten mit 8:0. Das 2:14 aus Sicht der Österreicher ließ Schlimmes befürchten, doch sie erfingen sich wieder, die Defensive stand nun besser und das Team verkürzte zwischenzeitlich durch Wastian und Höglinger auf 7 Punkte. Mit einem 12:23 ging es in die erste Pause. Im zweiten Spielabschnitt zog Bosnien schnell wieder auf 15 Punkte davon - Team Austria stellte auf Pressing um und bekam so den Rückstand in den Griff. 20:34 zeigte das Scoreboard zur Halbzeitpause.

Das Team Austria kann bei der EM seinen ersten Sieg verzeichnen. Gegen Litauen mühte sich die Nationalmannschaft über drei Viertel, bis sie endlich ihre Stärken zeigte und den 61:50 Sieg einfuhren.
Mehmet Hayirli eröffnete den Korbreigen nach 37 Sekunden zum 2:0, Litauen antwortete und glich aus. Danach war das erste Viertel von vielen Fehlwürfen geprägt, mehr als ein 10:10 nach 10 Minuten bekamen die Zuschauer nicht zu sehen. Erstmals richtig Oberwasser bekamen die Österreicher, als nach der 16. Minute Wastian, Hochenburger, Höglinger und Hayirli scorten, einen kleinen Vorsprung von 7 Punkten herausspielten und es mit 25:18 in die große Pause ging. Spätestens als das Team rund um Kapitän Matthias Wastian aufgeweckt aus der Pause kam und den Vorsprung weiter bis auf 33:22 ausbauen konnte, glaubte auch Coach Andreas Zankl mehr und mehr an den ersten Sieg bei dieser EM. Doch die Litauer nützten eine kurze Schwächephase gegen Ende des dritten Spielabschnitts eiskalt aus und kämpften sich bis auf 5 Punkte (38:33) nach 30 Minuten heran. Doch wieder zeigte das Team Austria die richtige Reaktion und ging zwischenzeitlich mit 14 Punkten in Führung (49:35, 35. Minute). Obwohl der Vorsprung bis kurz vor Ende wieder auf 7 Punkte schmolz, lag der erste Sieg für die Österreicher bereits in trockenen Tüchern und wurde mit 61:50 fixiert. Topscorer war wie schon im ersten Spiel Hayirli mit 21 Punkten, Wastian kam auf 7 Assists.

Um gegen Bosnien morgen Donnerstag um 12:15 Uhr auch nur den Funken einer Chance zu haben, muss jedenfalls eine enorme Leistungssteigerung her.
Bosnien-Herzegowina glaubte sich im Spiel gegen Lettland nach 30 Minuten und einem 12-Punkte-Vorsprung auch schon in Sicherheit zu wiegen, die Letten verkürzten bis 10 Sekunden vor Schluss auf 2 Punkte, Bosnien spielte die Zeit aber gekonnt herunter und siegte mit 53:49.

Die Statistiken des Spiels:
http://www.fibalivestats.com/u/IWBF/297202/

Hier gibt es den Livestream zum Nachsehen:
https://www.youtube.com/watch?v=pjoaC48hxcM

 

Das Déjà-vu der knappen Niederlagen für Österreichs Nationalteam zum Auftakt einer B-EM geht weiter. Nach 2012 (48:49 gegen Slowenien) und 2014 (55:56 gegen Tschechien in Overtime) musste die Mannschaft von Headcoach Andreas Zankl auch heuer eine bittere Auftaktniederlage gegen Lettland hinnehmen. 57:59 stand am Ende auf dem Scoreboard, 32 Punkte von Topscorer Mehmet Hayirli bei einer Wurfquote von 78% (15/19) reichten nicht aus. Die Österreicher hatten es selbst in der Hand, als Kapitän Matthias Wastian am Ende noch zwei Freiwürfe nach einem Foul zugesprochen bekam. Doch der erste verfehlte das Ziel, den zweiten setzte er absichtlich an den Ring - der Rebound kam zu Alex Höglinger, dessen Wurf war allerdings auch zu unplatziert und bedeutete somit die knappe 2-Punkte-Niederlage im so wichtigen Auftaktspiel der Österreicher.
Den besseren Start erwischten die Letten: Nach knapp fünf Minuten Spielzeit stand es 9:2 - dies war allerdings auch der höchste Vorsprung einer Mannschaft im kompletten Spiel. Die Österreicher kämpften sich bis zur ersten Viertelpause aber zurück und setzten sich mit 16:13 in Front. Der 3-Punkte-Vorsprung hielt bis zur Halbzeit (30:27). Das erwartet hart umkämpfte Spiel wurde in der zweiten Halbzeit fortgesetzt. Erstmals gerieten die Österreicher zum Ende eines Spielabschnitts in Rückstand (40:41 nach 30 Minuten). Im Schlussviertel wechselte die Führung insgesamt vier Mal, mit dem glücklicheren Ende für Lettland.

Eine kleine Vorentscheidung gibt es dann im Spiel gegen Litauen am Mittwoch um 16:30 Uhr.

Hier die Statistiken zum Spiel:
http://www.fibalivestats.com/u/IWBF/297200/index_de_DE.html

Den Livestream zum Nachsehen gibt es auf Youtube unter
https://www.youtube.com/watch?v=tS6lbN-Ckp4

 

Zum ersten Leistungstest ging es für das Team Austria in der Vorbereitung auf die B-EM von 09.-18. Juli in Sarajevo (BIH) nach Zagreb. Das Turnier wurde am 05.06. in der kroatischen Hauptstadt ausgetragen, die Halbfinalpaarungen lauteten Kroatien – Österreich und Bosnien – Slowenien.

Während Österreich noch auf Kraft, Destani, Hochenburger und Palaver verzichten musste und Kapitän Wastian das erste Mal nach der Clubsaison beim Team war, konnten die anderen Gegner mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen: Slowenien musste als einziges weiteres Team ein paar Spieler vorgeben, machte dies aber durch ein absichtliches Überschreiten des Punktelimits wohl wieder wett.

Im Sportzentrum Nymburk in Tschechien traf das Team Austria im Rahmen des Future Cups am 01. und 02. August auf Lettland, Tschechien und Israel. Nach einem dank einer guten Schlussphase letztlich glatten 62:49-Auftaktsieg gegen Lettland fehlten nach guten 34 Minuten (56:58) gegen Israel in der Schlussphase ein paar entscheidende Körner gegen die starke A-Nation. Gegen die Gastgeber aus Tschechien kämpfte man sich – angeführt von einem sehr starken Andreas Kraft – trotz eklatanter Benachteiligung durch die Heimschiedsrichter nach einer anfänglich mäßigen Leistung zurück und demonstrierte, dass man spielerisch eigentlich das bessere Team ist. Doch die Ausgleichschancen in den letzten Sekunden blieben ungenützt, auch der definitiv fällige Foulpfiff ertönte mittlerweile schon erwartungsgemäß nicht. Somit blieben Österreich (ohne Destani, Höglinger, Dogan, Kontsch und Ellmauer) schließlich Platz 3 und die Erkenntnis, dass man zwar schon sehr nahe dran ist an einigen A-Nationen, aber auch eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die B-EM 2016 benötigt, um das Aufstiegsziel zu erreichen.

Lettland – Österreich 49:62 (28:27)
Das österreichische Coaching-Trio ließ Kraft, Hayirli, Wastian, Schaschl und erstmals Andreas Riedl als Starting Five auf den Court rollen. Der lettische Spielertrainer Beginskis musste Turks und Eks vorgeben und begann mit Lasmans, Kirplicus, Gabranovs und Podnieks an seiner Seite. Austria startete etwas besser in die Partie, auch wenn in der Defense gewisse Nachlässigkeiten unübersehbar waren. Fehlende Stopps am Stuhl und Kommunikation verhinderten so auch eine frühere Vorentscheidung, Lettland kam nach dem 8:16 (8. Minute) wieder zurück. Als Beginskis dann schließlich von außen zu treffen begann, gingen die Balten sogar mit bis zu 32:28 (22.) in Front. Doch insgesamt war das Team Austria nach dem Seitenwechsel jetzt entschlossener, ließ den Ball schneller wandern und verteidigte aggressiver. Ein 10:0-Lauf zum 32:38 (27.) überließ Beginskis und Co. den Druck. Immer wieder brachten die Österreicher jetzt Scharfschützen Hayirli in Position, der mit 13 Punkten im Schlussabschnitt entscheidend dazu beitrug, dass der lettische Widerstand in den letzten 5 Minuten völlig gebrochen werden konnte. Der Endstand betrug schließlich 62:49 für Österreich.
Beginskis 19 (1 Dreier), Lasmans 8, Gabranovs, Urga je 6, Kirplicus, Podnieks je 4, Berzins 2 bzw. Hayirli 23, Kraft 18, Wastian 7, Hochenburger, Riedl je 5, Edler, Schaschl je 2, Lackner, Palaver

Österreich – Israel 59:68 (29:34)
Im Vergleich zum letzten Duell der beiden Teams hatte sich Israel mit der Rückkehr von Routinier Dotan Meishar vor allem offensiv weiter verstärkt. Österreich tat sich zu Beginn schwer mit der A-Nation, fand im Angriff keinen Rhythmus und war defensiv meist eine Winzigkeit zu spät dran. Weil man inside doch relativ viel aushelfen musste, hatte auch Rozenberg zu viele Freiheiten. Über 6:15 (8.) und 12:21 (11.) kontrollierte Israel das Spiel. Meishar setzte mit 9 Punkten in Folge zwar offensiv Akzente, allerdings tat sich Österreich gegen das größere und langsamere Lineup Israels in der Attacke ebenfalls leichter. Kraft verkürzte von Downtown auf 23:25 (13.), in Minute 18 verkürzten Riedl und abermals Kraft sogar auf 29:30, ehe Israel mit zwei starken Aktionen die erste Hälfte effektiver beendete.
Auch den Wiederbeginn verschliefen die jungen Österreicher (29:38, 21.), und so war der alte Abstand schnell wiederhergestellt. Erst das 51:38 (27.) weckte Wastian und Co. wieder auf, zwei kleine Runs, in denen die beiden Kapitäne Wastian und Hayirli vor allem von außen trafen, brachte das Team Austria wieder zurück ins Spiel. Nach dem 56:58 schien dann aber der Akku Österreichs ein wenig leer, offensiv ließ man in der jetzt entscheidenden Phase das ansonsten starke Teamplay und gute Entscheidungen vermissen. So setzte sich die weitaus größere Routine Israels am Ende mit 68:59 durch.
Hayirli, Kraft (1 Dreier) je 21, Wastian 11, Hochenburger, Riedl, Schaschl je 2, Edler, Lackner, Palaver bzw. Rosenberg 21, Dor Onn, Meishar je 15, Sason 8, Shabo 6, Dror 3, Barbibay, Bentolila, Tabashi, Yatzkan

Tschechien – Österreich 64:62 (39:26)
Österreich begann diesmal mit Edler anstatt des angeschlagenen Wastian. Trotz einer relativ miesen Defense war der Score bis zum 8:5 (5.) für Tschechien noch akzeptabel. Der Wechsel auf die Zwei-Mann-Presse mit Hochenburger und Wastian ging aber daneben, nach Krafts Dreier zum 10:9 (7.) kassierten die Österreicher einen bitteren 0:12-Lauf, auch unterstützt von einer eigentlich inakzeptablen Leistung der tschechischen Schiedsrichter. Kapitän Wastian meinte dazu: „Dass Schiedsrichter bei solchen Mannschaften einen gewissen Bonus für die Heimmannschaft bereitstellen, ist ja völlig in Ordnung. Aber das war vom Ausmaß her einfach viel zu extrem, die paar Kompensationspfiffe gegen Ende machten die Schiedsrichterleistung nur noch schlechter. Wenn neutrale Zuschauer wie die Israelis dein Team bedauern, weil es 35 Minuten lang einfach nur runtergepfiffen wird, und beim einen oder anderen Fehlpfiff die gesamte Halle ungläubig lachen muss, ist das eher peinlich und sagt alles. Aber das war für uns nicht entscheidend – schließlich hatten wir die Partie ja trotzdem selbst in der Hand.“
Diesen Anschein hatte es aber lange Zeit nicht. Auch wenn US-Legionär Andreas Kraft abermals aus dem Dreierland traf und überhaupt konstant stark von außen netzte, setzten sich Pohlmann, Pliska und Co. weiter vom Team Austria ab, gingen mit einem 39:26 in die Pause. Die Halbzeitansprache der Coaches zeigte aber Wirkung, riss die Österreicher aus ihrem sinnlosen Selbstmitleid und ihrer Lethargie: Die Defense war stark, die Österreicher spielten schnell und zauberten einen 11:0-Run aufs Parkett, die Partie war wieder offen. Foulprobleme bei den Österreichern verhinderten aber mehr: Wastian bekam mit 4 Fouls eine Pause, Hochenburger kassierte per unverständlichem Pfiff das 4. als Offensivfoul und wenige Sekunden später sein 5., Tschechien erlangte wieder die Kontrolle. Von 46:43 zogen Österreichs Nachbarn auf 55:43 (32.) davon, zwei Minuten später hieß es sogar 60:47. Doch das Team Austria gab nicht auf, ließ sich auch durch Wastians 5. Foul und vergebene Freiwürfe nicht unterkriegen. Kraft netzte abermals von Downtown und zog anschließend Fouls. Pliska und Nevecny kassierten jeweils ihr 5. persönliches Foul. Kraft verkürzte auf 62:57 und 64:59. Nach zwei vergebenen Freiwürfen traf Österreichs Topscorer in der Schlussminute zum 64:61, Edler per Freiwurf zum 64:62. Smarte Defense brachte den bis dahin punktelosen Srutka an die Freiwurflinie. Dieser vergab beide zwölf Sekunden vor Ende. Österreich, das kein Timeout mehr hatte, brachte den Ball gut nach vorne, doch vergab mehrmals aus guter Position unter dem Korb die Chance auf den Ausgleich. Trotz Fouls blieben die Schiedsrichterpfeifen stumm, das Spiel endete 64:62 für Tschechien.
Pohlmann 26, Pliska 20, Solc, Sperk je 5, Nevecny, Sindelar je 4, Nahlik, Polacek, Sembera, Srutka, Zemanek bzw. Kraft 34 (3 Dreier), Hayirli 11, Hochenburger, Riedl je 5, Edler 3, Palaver 2, Wastian 2, Schaschl

Somit blieb Österreich letztlich der dritte Platz, Israel gewann das Turnier ungefährdet. Austria-Coach Zankl: „Wir haben gezeigt, dass wir mit den beiden A-Nationen Israel und Tschechien gut mithalten können. Aber wir müssen tougher werden, uns solche Spiele auch holen. Nächstes Jahr wollen wir nicht sagen: ‚Da haben wir gut mitgehalten.‘ – da wollen wir mehr. Wenn man aber berücksichtigt, dass wir nicht inmitten einer Vorbereitung stecken und aktuell physisch sicher nicht das Level haben, dass wir hoffentlich bei der B-EM 2016 haben werden, bin ich zuversichtlich.“

FINAL RANKING:
1. Israel
2. Czech Republic
3. Austria
4. Latvia

Österreichs Scorer gesamt:
Kraft 73
Hayirli 55
Wastian 20
Hochenburger 12
Riedl 12
Edler 5
Schaschl 4
Palaver 2
Lackner 0

Bildergalerie: Czech Wheelchair Basketball Association

Zum bereits 50-jährigen Vereinsjubiläum des Para Sport Clubs Pforzheim wurden die österreichische Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft sowie das amtierende U22-Weltmeisterteam aus Deutschland zu einem gemeinsamen Trainingslehrgang sowie einem offiziellen Freundschaftsspiel im Rahmen der Vereinsjubiläumsfeiern eingeladen.

Nach der doch recht langen Anreise nach Baden-Württemberg gab es für den Großteil der Spieler am Freitagabend noch eine gemeinsame Trainingseinheit, bevor am Samstagvormittag nach einem gemeinsamen Warmup und einer teaminternen Taktikbesprechung das erste inoffizielle Aufeinandertreffen der beiden Teams auf dem Plan stand. Das Team Austria musste das gesamte Wochenende über Destani, Hochenburger, Höglinger und Schaschl sowie die Assistant Coaches Gonzalez und Wastian vorgeben, während Deutschlands U22-Coach Peter Richarz Huber und Sadler der A-Nationalmannschaft überlassen musste, Günthner im ersten Spiel aufgrund eines Rollstuhldefekts nur bedingt einsetzen konnte und nach dieser Partie auf Schöneberg zu verzichten hatte.
Erfreulich aus österreichischer Sicht war es auf alle Fälle, dass der junge Mike Lackner sowie die drei Tiroler Hermann Ellmauer, Thomas Palaver und Andreas Riedl jeweils ihre ersten Einsätze im Nationalteam feierten.

Mit 55:38 siegte das österreichische Rollstuhlbasketball-Nationalteam über die U22-Auswahl Deutschlands im inoffiziellen Spiel im deutschen Pforzheim. Im offiziellen Spiel des 48. Karl-Heinz-Sass Gedächtnisturniers setzte es dann am Samstagabend gegen dem amtierenden U22-Weltmeister aus Deutschland eine knappe 51:53-Niederlage, der vermeintliche Ausgleich kam wohl tatsächlich 1 oder 2 Zehntel nach der Sirene. Die Österreicher geben dabei leider eine 10-Punkte-Halbzeitführung her. Am Sonntag Vormittag gibt es noch eine kleine Möglichkeit zur Revanche bei einem weiteren inoffiziellen Rematch.

Nach Liga und Europacup startet traditionell die Nationalteamsaison – so auch diese Saison im österreichischen Rollstuhlbasketball. Um das große Ziel bei der B-EM 2016, den Aufstieg in die A-EM, erreichen zu können, wird schon seit geraumer Zeit an der Infrastruktur gearbeitet. Mit Otto Bock hat das Team Austria bereits einen starken neuen Premiumpartner an seiner Seite, mit einem zweiten Premiumpartner steht man kurz vor dem entscheidenden Handshake – weitere Partner werden aber aktuell noch gesucht.

Ab sofort stehen zwei sportlich sehr intensive Monate mit diversen Camps und Freundschaftsspielen im Vordergrund. Den Auftakt bildete ein gemeinsames Trainingscamp mit Spielern der deutschen Mannschaft der Jena Caputs. Von 11. bis 14. Juni quietschten im Klosterneuburger Happyland die Reifen, krachten die Sportstühle aneinander und wurden diverse neue taktische Konzepte erarbeitet. Schon dieses Wochenende trainieren die Auswahlspieler unter der Betreuung des Coaching-Trios Zankl, Gonzalez und Wastian in Klosterneuburg und Tulln, am 25. Juni steht mit einem offiziellen Match gegen die deutsche U22 das erste Highlight vor der Tür. In Pforzheim stehen außerdem weitere Freundschaftsspiele und Trainingseinheiten auf dem Plan. Den Saisonabschluss wird dann der Future Cup im tschechischen Nymburk bilden, wo das Team Austria auf Lettland, Israel und die Gastgeber treffen wird und damit gleich bei beiden Gruppengegnern der letzten B-EM die Chance auf zumindest eine kleine Revanche hat.

Das Team Austria B, Österreichs vielversprechender Rollstuhlbasketball-Nachwuchs, ist der etwas überraschende, aber mehr als verdiente Gewinner des RGK-Cups 2014/2015, an dem insgesamt 7 Teams aus Tschechien, Polen, Ungarn und Österreich teilgenommen haben. Beim Final Four im tschechischen Pardubice setzten sich die Spieler von Mehmet Hayirli – unter ihnen auch heuer erstmals Avdija Destani und Jasmin Zorec, Daniel Kontsch fehlte krankheitsbedingt – zunächst gegen die Gastgeber in einem etwas nervösen Spiel 62:46 durch. Im zweiten Halbfinale behauptete sich wenig überraschend das starke polnische Team aus Kielce. Die unterlegenen Brünner verloren anschließend auch knapp das tschechische Duell um Bronze gegen Pardubice.

Dank einer guten Leistung gegen Wroclaw (POL) und einer herausragenden gegen das bis dahin ungeschlagene Team von Kielce (POL) im Oberen Playoff des RGK-Cups am 11.04. in Königgrätz (CZE) rollen die jungen Spieler von Team Austria B auf dem Sonnenplatz 1 ins Halbfinale der alles entscheidenden Finalrunde am 17.05. in Pardubice (CZE).
Das spannende Duell gegen Wroclaw – jenes Team, gegen das die jungen Österreicher rund um Point Guard Christoph Edler bis dato das einzige Match im Bewerb verloren hatten – sicherte sich das Team Austria B mit toller Nervenstärke im Schlussviertel mit 56:51. Gleich anschließend folgten die wohl stärkste Saisonleistung und der 58:51-Triumph gegen Kielce, das in äußerst souveräner Manier die Gruppe A für sich entschieden hatte.

Mit zwei überragenden Leistungen und klaren Erfolgen gegen Wroclaw und Pardubice waren die jungen Spieler von Team Austria B die großen Gewinner der 3. Runde der Gruppe B des RGK Cups, die am 11.01. in Brno (CZE) ausgetragen wurde.
Nach einem spannenden Duell zwischen den beiden Gegnern der Österreicher im Auftaktspiel, das das tschechische Team von Jarda Menc in der Verlängerung für sich entschied, wirkten die Polen insbesondere in Hälfte 2 gegen Österreichs Nachwuchs ausgebrannt und hatten nicht den Funken einer Chance. Ein 40:7 in den zweiten 20 Minuten bedeutete letztendlich einen finalen Score von 73:25 für die Spieler von Matthias Wastian. Und die legten in der zweiten Partie des Tages gegen Pardubice gleich nach und siegten in ebenso souveräner Manier mit 61:35.

Die zweite Runde der Gruppe B des RGK Cups fand am 7.12. in Brno (CZE) statt und stand im Zeichen der Trauer um den am Donnerstag überraschend verstorbenen jungen Spielertrainer des polnischen Teams aus Konin. Robert Wisnik war als Spieler des polnischen Nationalteams unter anderem auch Teilnehmer der Paralympics 2012 in London. Um dem Gedenken an ihn auch auf dem Basketballcourt Ausdruck zu verleihen, traten sowohl das Team aus Konin als auch das Team Austria B nach einer Schweigeminute mit Trauerflor gegeneinander an.

In der ersten Runde der Gruppe B des RGK Cups am 9.11. in Pardubice (CZE) zeigte das Team Austria B eine tolle Leistung und behielt die weiße Weste, obwohl man nach dem kurzfristigen Ausfall von Johannes Ritter in beiden Spielen maximal 12 Punkte auf den Court brachte. Die Nachwuchsspieler setzten die taktischen Vorgaben der Coaches Matthias Wastian und Mehmet Hayirli durchwegs sehr gut um, zeigten in der Verteidigung großen Einsatz und traten als starke Teamgemeinschaft auf.
„Am meisten hat mich bei unseren jungen Spielern beeindruckt, dass sie sich am Anfang des ersten Spieles durch die zwei mickrigen erzielten Punkte im ersten Viertel nicht aus der Ruhe bringen haben lassen. Mit so einer hohen taktischen Disziplin und einer so guten Leistung hätte ich mich gar nicht zu rechnen getraut“, so Matthias Wastian. „Dass dann auch noch zwei Siege rausgeschaut und alle Spieler gescort haben, war dann das Tüpfelchen auf dem i. Mehmet und ich können den Jungs nur gratulieren!“

Nach drei Siegen und zwei Niederlagen sowie beinahe durchgehend ausgezeichneten Leistungen blieb dem österreichischen Rollstuhlbasketball-Nationalteam letztlich Platz 5 bei der B-EM in Brno (CZE). Im Gegensatz zur B-EM vor zwei Jahren in Laško (SLO), bei der das Team Austria den bitteren Abstieg in die Division C antreten musste, um dann aber mit einem souveränen Heimerfolg bei der C-EM in St. Pölten letztes Jahr sofort wieder aufzusteigen, war der Klassenerhalt diesmal schon frühzeitig fixiert.

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