Sitting Bulls souverän - Steiermark I gewinnt knapp gegen Pardubice

Die Sitting Bulls konnten sich in der 7. Meisterschaftsrunde klar gegen die Flink Stones durchsetzen. Die Sitting Bulls konnten sich in der 7. Meisterschaftsrunde klar gegen die Flink Stones durchsetzen. Bildquelle: Astrid Berger

Auch in der siebenten Meisterschaftsrunde setzte sich der Tabellenführer aus Niederösterreich souverän gegen die Flink Stones I mit 90:52 und die Dolphins Wien mit 80:30 durch. Die Einsermannschaft der Steirer konnte ihrerseits zu Hause einen knappen Sieg gegen Pardubice einfahren (60:56). Pardubice gewann gegen die Dolphins Wien (67:44) und die Rebound Warriors mussten im Kampf um Platz 4 gegen die Flink Stones II eine 44:59 Niederlage einstecken. Oberösterreich liegt damit punktegleich hinter den Steirern auf Platz 5 in der Tabelle. Für die Bulls und die Stones geht es nun am Wochenende 10.-11. März 2017 in der Euroleague um den internationalen Kräftevergleich. Wir wünschen beiden Teams dazu alles Gute!

 

Sitting Bulls – Flink Stones 1  90:52 (43:23)
Den Hochball ergatterte das Team aus der Steiermark. Zu Beginn hatten die Niederösterreicher etwas Probleme in ihrer Verteidigung, denn der Konkurrent fand immer Platz, um unter den Korb zu kommen und den Abschluss zu suchen. Die Verteidigung wurde optimiert, und der Bullenexpress kam mit fortwährender Dauer des Spiels so richtig in Fahrt. In der zweiten Halbzeit haben die Flink Stones mit Pressing versucht, den Spielfluss der Bulls zu stören, was auch speziell im dritten Viertel einige Zeit gut gelang. Trotzdem schaffte es der Meister immer wieder, seinen Center Erben in der Offensive unter den Korb zu holen, während Hayirli von draußen seine Treffsicherheit unter Beweis stellte. Wastian schnappte sich insgesamt 5 Mal den Ball vom Gegner und glänzte zudem mit 8 Pässen zum erfolgreichen Korberfolg. Neben ihm war es auch Hochenburger, der genauso wie Erben und Hayirli einen Wurferfolg von 70% oder mehr zu verzeichnen hatten. Gegen Ende des Spiels versuchte man die Steirer mit Pressing noch einmal gehörig unter Druck zu setzen, was auch gut gelang, den Abstand nochmals vergrößern ließ und den Endstand eines klaren 90:52 besiegelte.

Flink Stones 2 - Rebound Warriors  59:44 (24:23)
Im dritten Spiel des Tages traf die zweite Heimmannschaft der Stones auf die junge Truppe aus Oberösterreich. Nach den engen Ergebnissen in den letzten Begegnungen dieser Teams war auch hier wieder ein spannendes Spiel zu erwarten. Oberösterreich war jedoch mit nur 5 Spielern angereist und die Steirer hatten das Heimpublikum hinter sich.
So waren es auch die Steirer - mit Vukovic - die den ersten Korb erzielen konnten. Dann jedoch legten die Warriors los und zeigten mit einem 9-Punkte-Run, dass man sie keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen darf. Bis zur ersten Viertelpause konnten sich die Steirer zwar wieder etwas fangen, das erste Viertel ging aber trotzdem mit 10:15 an die Gäste.
Im zweiten Viertel konnten wieder die Steirer als erstes einen Ball im Korb der Oberösterreicher platzieren. Dann jedoch gelang es den Gästen nicht wie im ersten Abschnitt zu punkten und so konnten sich die Steirer zurückkämpfen. Zur Halbzeit waren die Hausherren dann denkbar knapp mit einem Punkt in Führung.
Nach der Pause ging es lange hin und her und keines der beiden Teams schaffte es sich groß abzusetzen. Erst gegen Ende des dritten Viertels waren es die Steirer, die besser zu treffen begannen und letztlich mit einem 10-Punkte Vorsprung in das letzte Viertel rollten.
Allerdings hatte Ihr hartes Spiel zu folge, dass Vukovic und Grundner bereits mit vier Fouls vorbelastet waren.
Im Schlussabschnitt dauerte es dann auch nicht lange und Vukovic musste in der 31. Minute mit seinem 5. Vergehen vom Feld. Aufgrund der Punktesituation bei den Grazern mussten die Stones nun mit nur noch vier Spielern das Viertel bestreiten. Was im ersten Moment so wirkte als könnten die Warriors nun das Spiel noch einmal an sich reißen wurde aber von plötzlich gut kombinierenden und taktisch disziplinierten Steirern unterbunden. Nachdem dann kurze Zeit später auch Grundner mit Faulproblemen vom Platz musste, bewiesen gerade Kopp und Steiner, dass man mit ihnen immer rechnen muss und auch Goldgruber zeigte großen Überblick beim Ball verteilen.
So schafften es die Steirer sogar auch dieses Viertel für sich zu entscheiden und konnten letztlich noch einen klaren Sieg nach Hause bringen.

WBS Pardubice - LoFric Dolphins Wien  67:44 (23:25)
Unsere tschechischen Gäste trafen im zweiten Spiel auf die Dolphins aus Wien - diese fanden auch gleich viel besser in das Spiel und konnten das erste Viertel mit 16:11 für sich entscheiden. Trotz der Treffsicherheit von Hartig hielten die Wiener in der ersten Halbzeit locker mit und blieben immer auf Augenhöhe mit Pardubice – mit zwei Punkten für Wien ging es auch in die Pause.
Mit Beginn der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt allerdings und Pardubice begann langsam - aber deutlich - sich abzusetzen. Der Druck der Tschechen stieg, die Wiener kamen kaum mehr zu Chancen. Bereits nach dem dritten Viertel war klar, wer das Spiel für sich entscheiden würde.
Im letzten Viertel stießen die Wiener dann endgültig an ihre Grenzen und hatten keine Möglichkeiten mehr, sich gegen Pardubice durchzusetzen. Schlussendlich trennten sie sich mit einem 67:44 für Pardubice.

ABSV LoFric Dolphins Wien – Sitting Bulls 30:80 (18:39)
Die Sitting Bulls trafen in ihrem zweiten Spiel auf ihren unmittelbaren Nachbarn, die Dolphins aus Wien. Nach einem guten Start mit den obligaten Starting Five schickte Trainer Zankl nach und nach die Spieler von der Bank aufs Parkett, unter anderem auch den jüngsten Spieler Ali Faisal. Es baten sich für ihn auch einige Möglichkeiten zu werfen, die er größtenteils nutzen konnte und insgesamt in diesem Spiel 8 Punkte erzielte. Nachdem die Sitting Bulls das Spiel über weite Strecken beherrschten, zogen sie sich zur Line-Defense zurück. Daraus ergaben sich aber einige Möglichkeiten zu kontern, was wieder der schnellste Spieler auf dem Court, Wastian gut zu nutzen wusste. Auch Erben kam oftmalig mit Hilfe des Flügelspielers frei unter dem Korb zum Wurf, zudem war das heißeste Eisen der Niederösterreicher in Sachen Distanzwurf, Hayirli, auch in guter Spiellaune. Für die Sitting Bulls geht es in drei Wochen um den internationalen Kräftevergleich bei der Euroleague-Vorrunde in Klosterneuburg, umso wichtiger war es für das Team, die Taktikkonzepte in diesem Spiel auszuprobieren. Das Match ging klar mit 80:30 an den regierenden Meister.

Flink Stones 1 – WBS Pardubice  60:56 (30:23)
Coach Goldgruber schickte im letzten Spiel des Tages wieder dieselbe Startformation wie gegen den amtierenden Meister aufs Spielfeld – beim Europa-Cup Gegner Pardubice bildeten Hartig, Sperk, Menc, Nevecny und Polacek die Starting Five. Gleich nach seinem gewonnenen Hochball machte Hartig die ersten zwei Punkte für die Tschechen. Die Stones reagierten daraufhin jedoch prompt und entschieden durch eine starke Verteidigung und ein konsequentes Angriffsspiel das erste Viertel klar mit 14:5 für sich. Ab Beginn des zweiten Viertels wurde Pardubice immer stärker und holte Punkt um Punkt auf (16:18). Auch nach der Halbzeitpause änderte sich nichts Wesentliches am laufenden Spielgeschehen, denn dieses ging wieder knapp an Pardubice (11:14). Die pfeilschnellen Sperk und Nevecny schafften es immer wieder Hartig unter den gegnerischen Korb zu bringen - diese Punkte machte der lange Tscheche dann ohne größere Mühe. Ins Schlussviertel starteten die Steirer mit einem Vorsprung von gerade noch 4 Punkten. Kapitän Grabner konnte zu diesem Zeitpunkt seiner Mannschaft nicht mehr helfen, musste er doch in der Halbzeitpause verletzungsbedingt draußen bleiben. Ebenfalls aus dem Spiel verabschieden musste sich beim Kontrahenten Hartg, aber nicht wegen einer Verletzung, sondern wegen des fünften Fouls. Zorec auf Seiten des Veranstalters machte drei Minuten vor Spielende beim Stand von 51:47 zwei ganz wichtige Körbe zum zwischenzeitlichen 55:47. Der anschließende Dreier von Sperk brachte zwar noch einmal Spannung ins Spiel, die Niederlage von Pardubice konnte letztendlich aber auch damit nicht verhindert werden. Schlussendlich ging der Sieg im Großen und Ganzen verdient an die Steirer, jedoch müssen sie sich für den schon im März 2017 stattfindenden Europa-Cup in Brno noch gehörig steigern.

Autoren: Grabner, Kontsch, Edler, Jauk

Fotos: Günter Flöck

Letzte Änderung am Donnerstag, 02 März 2017 23:23

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