Pardubice holt sich letztes Ticket für die Top 4

Pardubice setzt sich gegen Wien knapp durch Pardubice setzt sich gegen Wien knapp durch Bildquelle: ABSV LoFric Dolphins Wien

Die 6. und somit letzte Runde der österreichischen Rollstuhlbasketball Meisterschaft fand in der Basketballhalle Mollardgasse im 6. Wiener Gemeindebezirk statt. Der amtierende Meister und Tabellenführer aus Niederösterreich hatte Spielpause und durfte an diesem Samstag zuhause bleiben. Es wurde viel gerechnet, denn die Punkteabstände im unteren Tableau waren nur gering und versprachen einige spannende Entscheidungen. So mussten die Oberösterreicher gegen Pardubice in eine Verlängerung, während der Vizemeister aus der Steiermark souverän beide Spiele gewinnen konnte. Auch die Gastgeber aus Wien standen unter Druck und es war die Pflicht einen Sieg einzufahren, um am Halbfinaltag in der Steiermark am 24. Februar 2018 dabei sein zu können. 

 

RBB Flinkstones 2 (Stmk)  vs.  Rebound Warriors (OÖ)  25:71 (7:24)
Das erste Spiel der sechsten Runde der ÖSTM begannen die Teams aus den Bundesländern Steiermark und Oberösterreich. Die mit nur sechs Mann angereisten Steirer starteten sehr unsicher und nervös. Diesen Umstand wussten die durch zwei Ex Bullen verstärkten Warriors zu nutzen und lagen nach zehn Minuten mit 24 zu 1 voran. Im zweiten Viertel konnten die Steine dann den Rückstand ein wenig verkürzen. Mit 7 zu 28 ging es in die Halbzeitpause. Am Verlauf dieser Begegnung änderte sich auch im 3. Viertel nicht mehr viel (16:51). Und so stand bald nach Beginn der letzten zehn Minuten der Sieger fest. Die neu formierten Oberösterreicher gaben das Match nicht mehr aus den Händen, die erste Begegnung des Spieltages endete mit 25 zu 71. Die Rebound Warriors erfreuten sich über einen weiteren Sieg in der laufenden Saison und untermauern mit dem Erfolg über Steiermark 2 ihren fixen Finalplatz.
Bericht: Franz Breitenecker

WBS - Pardubice (CZE)  vs.   ABSV Lofric Dolphins (W)  58:53 (33:25)
Bereits die zweite Partie an diesem Tag sollte eine wichtige Entscheidung bringen. Die Wiener Delfine trafen auf die Gäste aus Tschechien. Beide Mannschaften rollten komplett und mit ihren besten Fünf aufs Parkett. Wien legte konzentriert los und konnte schon nach wenigen Minuten eine 4 Punkte Führung erspielen. Zur Freude der Fans gewannen die Hauptstädter das erste Viertel mit 17 zu 14. Ganz anders im zweiten Viertel. Die Dolphins verloren ihre Konzentration und wurden hektisch. Durch eine äußerst schlechte Wurfbilanz und häufigen Abstimmungsproblemen in der Verteidigung kam der Tschechen - Express auf Touren und hat das zweite Viertel mit einem deutlichen 19 zu 8 für sich entschieden. Die Stimmung brodelte in der Halle, denn es ging um den Einzug ins Halbfinale. Wieder mit den stärksten fünf begannen beide Teams die zweite Hälfte. Wien startete wie schon im ersten Viertel besser ins Spiel. Mit den bewährten Spielzügen aus den ersten zehn Minuten und einer aggressiven, kompakteren Verteidigung konnten die Lofric Dolphins einen acht Punkte Rückstand aus der ersten Hälfte in einen zwei Punkte Vorsprung verwandeln. Beim Stand von 43 zu 45 ging es in den letzten Spielabschnitt. Die Wiener wollten den Spielfluss aus dem dritten Viertel konservieren und den Sack zumachen. Doch die Spieler von Pardubice hatten etwas dagegen und erhöhten den Druck. In Minute 35 stand es noch unentschieden, bis die Hauptstädter in der Offensive die Nerven verloren und infolge dessen schmerzhafte Konterpunkte kassierten.
Leider verloren die couragierten Dolphins ihr entscheidendes Spiel mit fünf Punkten beim Endstand von 58 zu 53.
Bericht: Dominik Pavlovic

RBB Flinkstones 2 (Stmk)  vs. RBB Flinkstones 1 (Stmk)  34:71 (18:32)
In der ersten Halbzeit führten zwei Lowpoint Spieler den Hochball aus. Beide Mannschaften waren nur schwach besetzt, da Steiermark 1 mit sechs Spielern anreiste und Steiermark 2 sogar nur mit fünf. Somit hatten beide Teams wenig bzw. keine Möglichkeiten zu wechseln. Die Defensive beider Mannschaften war sehr gut, sodass beide Teams außerhalb der Zone werfen mussten. Steiermark 1 ging mit 14:11 in Führung.  Im zweiten Viertel begannen die Einser Stones wieder mit der Starting Five und holten sich diesmal die meisten Punkte mit einem guten Inside Spiel in diesem Abschnitt. Leider kamen die Steirer 2 nicht in voller Besetzung, was ihr Spiel stark beeinträchtigte. Steiermark 1 spielte weiterhin mit drei Center.  Was man Steiermark 2 anmerkte war, dass der Kampfgeist angeschlagen war. Steiermark 1 spielte auch im letzten Viertel ihr kontrolliertes Spiel und siegten mit 37 Punkten Vorsprung bei einem Endstand von 34 zu 71.
Bericht: Anish Singh

Rebound Warriors (OÖ)  vs.  WBS - Pardubice (CZE)  72:68 OT (30:21, 62:62)
Die vorletzte Begegnung an diesem Spieltag versprach wieder mehr an Spannung. Die Oberösterreicher trafen auf Pardubice. Beide Teams gewannen ihr erstes Match in dieser Runde. Oberösterreich hatten davor zwei Spiele Pause und konnte ausgeruhter ins erste Viertel starten. Womöglich waren die Tschechen noch mit der Regeneration beschäftigt und setzten in den ersten zehn Minuten nicht auf ihre besten fünf Spieler. Diese Tatsache zeigte sich nach dem ersten Viertel deutlich auf dem Scoreboard. Beim Spielstand von 17 zu gerade einmal 2 Zählern konnte OÖ entspannt ins zweite Viertel rollen. Die Tschechen änderten ihre Aufstellung und steigerten deutlich ihr Spielniveau. Nur wenig ließen sich die Rebound Warriors beirren und verwandelten das zweite Viertel in einen offenen Schlagabtausch. Pardubice konnte dennoch aufholen und verkürzten den Rückstand auf 9 Punkte. Beim Stand von 30 zu 21 ging es in die zweite Halbzeit. Wie gewohnt tauen die Tschechen erst in der zweiten Hälfte richtig auf und nicht anders war es auch in dieser Begegnung. Bei OÖ schlichen sich vermehrt Fehler in der Defense ein, welche vom Gegner kompromisslos ausgenutzt wurden. Das Team aus Pardubice gewann auch das dritte Viertel mit 16 zu 21 und verkürzte weiterhin ihren Rückstand auf knappe 4 Punkte.
Das letzte Viertel sollte noch keine Entscheidung bringen. Beide Teams agierten mit schneller Spielweise und schenkten sich physisch nichts. In der letzten Minute des vierten Abschnitts war die Dramatik in der ganzen Halle zu spüren, denn die Warriors führten zehn Sekunden vor Schluss noch mit 62 zu 60, ehe die Tschechen durch einen Konter und gezieltem Abschluss mit dem Schlusston ausgleichen konnten. Es musste eine fünf minütige Verlängerung her. Zu Beginn geriet OÖ massiv unter Druck und ihnen drohte das Spiel doch noch zu entgleiten. Doch ab Minute drei der Overtime ließen die Warriors keinen Punkt mehr zu und konnten das spannende Spiel mit 72 zu 68 für sich gewinnen. 
Bericht: Dominik Pavlovic

ABSV LoFric Dolphins (W)  vs.  Flink Stones 1 (Stmk)  42:65 (21:35)
Im letzten Spiel des Tages trafen die Wiener Gastgebermannschaft auf den österreichischen Vizemeister aus der Steiermark. Die Steirer entsprachen im ersten Viertel ihrer Favoritenrolle und gingen mit 16 Punkte Vorsprung (8:24) ins zweite Viertel. Danach kamen die Wiener besser ins Spiel und konnten den Rückstand sogar um 2 Punkte verringern (21:35). Nach der Halbzeit im dritten Viertel spielten die Wiener noch besser und konnten den Rückstand noch einmal um weitere 3 Punkte (36:47) reduzieren. Im letzten Viertel bauten die Steirer gegen die tapfer kämpfenden Wiener ihren Vorsprung wieder aus. Da die Wiener körperlich nichts mehr entgegensetzen konnten, war die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden und sie wechselten ihre Mannschaft durch. Der Endstand klar und verdient 42 zu 56 für die Steirer. Die Dolphins konnten leider auch nach dieser Runde keinen Sieg im neuen Jahr verbuchen und belegen in der Tabelle nach dem Grunddurchgang den enttäuschenden 5. Platz.
Bericht: Johannes und Konstantin Löffler

Letzte Änderung am Sonntag, 18 Februar 2018 15:56

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