Sitting Bulls sichern sich nach packendem Finale den 15. Meistertitel

Die Bulls lieferten sich mit dem Stones 1 zwei packende Finalduelle Die Bulls lieferten sich mit dem Stones 1 zwei packende Finalduelle Bildquelle: Astrid Berger

Mit nur einem Punkt Vorsprung für die Interwetten/Coloplast Sitting Bulls ging es in das alles entscheidende Rückspiel, das die RBB Flinkstones Graz 1 vor heimischem Publikum austragen durften. Die beiden Teams lieferten sich auch im Rückspiel ein spannendes Duell um den österreichischen Staatsmeistertitel. Die Niederösterreicher sahen sich nicht nur einer starken steirischen Mannschaft gegenüber, sondern auch einem lautstarken, frenetisch anfeuernden Publikum – das Versprechen von 50 Freibier hatte offenbar viele in die Halle gelockt. Trotzdem hatten die Bulls dann den längeren Atem und konnten mit einem knappen 68:61 Sieg ihren 15. Meistertitel holen, den 7. in Folge. Die Steirer waren aber in diesen Finalpaarungen keineswegs klar unterlegen, die bessere Tagesverfassung hatte am heutigen Tag die Entscheidung ausgemacht. Das Team der Flinkstones verspricht Hoffnung für die Zukunft im österreichischen Rollstuhlbasketball, der in den letzten Jahren einzig von den Sitting Bulls dominiert wurde. Das Spiel um Platz 5 entschieden die Flinkstones 2 klar mit 87:35 gegen die Dolphins Wien für sich. Pardubice trat nicht an, damit heimsten die Rebound Warriors kampflos den 3. Platz in der Liga und auch die Bronzemedaille in der Staatsmeisterschaft ein.

Rebound Warriors - RBB FlinkStones Graz 2     51:60 (29:28)
Aufgrund der Absage des tschechischem Teams Pardubice entschlossen sich die Ligaverantwortlichen und die Teams aus Oberösterreich und der Steiermark für ein Testspiel. Vor Spielbeginn standen die Spieler aus Oberösterreich bereits als 3. der österreichischen Staatsmeisterschaft fest und die Sieger der 2. Bundesliga waren voll motiviert, dieses Testspiel zu gewinnen. Im ersten Viertel fanden die Gäste besser ins Spiel und zeigten mit gutem Kombinationsspiel, warum sie verdient die Bronzemedaille gewonnen haben. Erst im zweiten Viertel übernahmen die Stones die Oberhand und gaben bis zum Spielende die Führung nicht mehr aus der Hand.

RBB FlinkStones Graz 2 - Dolphins Wien          87:35 (50:15)
Im Rückspiel um den 5. Platz zwischen den Stones und den Dolphins aus Wien waren zu Beginn des Spiels bereits die Weichen für den Sieg der Steirer gestellt, denn die Stones fuhren im ersten Spiel in Tulln bereits einen klaren Sieg ein. Mit diesem Sieg im Rücken spielten die Steirer befreit auf und es war auf Seiten der Steirer immer wieder Vojic, der den Ball souverän in das Netz beförderte. Mit der Schlusssirene fuhren die Stones einen ungefährdeten Sieg von 87 zu 35 ein.

RBB FlinkStones Graz 1 -  Interwetten/Coloplast Sitting Bulls   61:68 (28:33)

Diesmal erwischten die Sitting Bulls den besseren Start und stellten nach einigen schön herausgespielten Situationen auf 5:12. Coach Abes nahm sofort ein Timeout, die Steirer legten in Folge ihre Nervosität ab und ließen bis zur Viertelpause keinen Gegenpunkt mehr zu. Speziell Steiner punktete in dieser Phase stark und brachte die Fink Stones mit zwei sicher verwandelten Freiwürfen in der Schlussminute mit 14:12 in Front.
Im zweiten Viertel setzte Coach Zankl auf die Spielaufstellung mit 2 Big Men (Erben und Pliska gleichzeitig am Feld) – dies brachte die Bullen wieder besser ins Spiel. Und wenn die Steirer sich auf die großen Tschechen konzentrierten, war immer noch Vrba für den letzten Pass unter den Korb bereit und netzte souverän ein. In dieser Spielphase hielt Steiner die Flink Stones mit seinen Rebounds nach Fehlwürfen seiner Mannschaftskollegen im Spiel. Zur Halbzeit lagen die Titelverteidiger mit 28:33 in Führung.
Im dritten Spielabschnitt hielten die Bulls ihren knappen Vorsprung gegen einen immer stärker aufspielenden Rekanovic. Als sich die Steirer bis auf einen Punkt herangekämpft hatten, gelang Wastian ein wichtiger Dreier. Pliska und Dogan trafen gegen Ende des Viertels hochprozentig und stellten auf einen 7-Punkte-Vorsprung zum Pausenpfiff (45:52).
Das letzte Viertel verlief sehr ausgeglichen. Die Niederösterreicher hielten ihren Vorsprung, aber die Flink Stones gaben nicht auf und kämpften weiter um jeden Punkt. In dieser Phase zeigte sich das starke Teamgefüge der Bullen – immer wieder gelang ihnen ein letzter Pass zum freien Mann, und nach Fehlwürfen war Hochenburger mit Offensiv-Rebounds zur Stelle.
Während der steirische Coach Abes alle seine Auszeiten in Anspruch nahm, benötigte Andreas Zankl in der zweiten Halbzeit kein einziges Timeout – möglicherweise stand er auch unter dem Einfluss von Schmerzmitteln aufgrund seiner gebrochenen Zehe. Jedenfalls war er nach dem Schlusspfiff voll des Lobes für seine Mannschaft.

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 18 April 2019 00:20

Anhänge herunterladen

2. Liga - Vorrunde

Go to top